Das Bauwerk Porta Nigra und sein Innenhof

Die Porta Nigra stellt eine Doppeltoranlage mit Zwinger (Innenhof) und zwei, als gleich hoch gedachten, Türmen dar. Heute haben die beiden Türme eine Differenz von 7 Metern, denn der Westturm weist 30 Meter auf, der Ostturm (nur noch drei erhaltene Geschosse) 23 Meter. Die Porta Nigra ist 36 Meter breit, 25 Meter tief und hat eine Mauerdicke von durchschnittlich 1,80 Meter.

Das Tor wirkt palastgleich und ist komplett symmetrisch aufgebaut. Die beiden Obergeschosse sind etwas niedriger als das zur Stadtseite in Halbsäulen gegliederte Erdgeschoss. Die zwei Türme haben eine eher flache Baustruktur an der Südseite, wo sie hingegen an der Nordseite halbrund hervortreten, was den beiden Türmen den typischen Charakter verleiht.

1150 wurde der polygonale Chor an die Ostseite angebaut. Dieser ist heute der Teil, der in kunstgeschichtlicher Hinsicht die größte Bedeutung einnimmt, da er in romanischer Architektur des 12. Jh. errichtet wurde. Die Fenster der Porta Nigra befinden sich in Nischen und der Unterbauabschluss bildet eine Zwerggalerie.

Architektonisch gesehen gleicht der Innenhof der Außenstruktur der Porta Nigra. Lediglich die Halbsäulen weichen hier flachen, in den Mauerverbund eingearbeiteten, Pfeilern. Während der römischen Zeit war der Hof offen und diente als „Zwinger“ für jene, denen es gelang, das äußere Tor zu bezwingen. Hier konnten die Feinde dann beschossen werden.

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